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Klaus Strienz "Ostern in Franken"

Klaus Strienz

 

Die Woche vor Ostern, die Karwoche, ist für Christen voller Ereignisse. Neben den Erinnerungen an biblische Überlieferungen (Kreuzigung und geistige Auferstehung von Jesus Christus) beherrscht der astronomische Frühling die Gemüter und stimmt die Menschen positiv. Es ist ganz einfach heller und die ersten richtigen Sonnentage sind ein wahrer Genuss.
Man schmückt die Dorfbrunnen mit künstlerisch gestalteten Eiern. Es ist ein richtiger Wettbewerb entstanden. Viele dörfliche Frauengemeinschaften wetteifern um den größten und schönsten Osterbrunnen.
Siehe:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/querbeet/gestaltungstipps/osterbrunnen-rothenburg-franken100.html
http://www.historisches-franken.de/osterbrunnen/brunnenbilder01.htm

Während Mädchen und Frauen sich hauptsächlich um das Schmücken der Osterbrunnen sowie um das Versteckeln der Ostereier - ich glaubte als Kind tatsächlich, dass der Osterhase bunte Eier verstecket.... -  kümmerten, sorgten die Buben im Dorf um das Ratschen oder Gradschen. Mit selbstgebauten „Lärminstrumenten“, häufig vom Vater oder Opa vererbt, wurden oder werden ab Gründonnerstag früh, mittags und abends die Dorfbewohner in Versform an die Uhrzeit erinnert. Ein Brauch aus der Zeit, als man noch keine Armbanduhr oder Smartphones hatte...
Als Dank bekommt man Ostereier oder Süßigkeiten geschenkt. Ich denke noch sehr gerne an meine Jugendzeit in der dörflichen Gemeinschaft (> Tückelhausen bei Ochsenfurt, jetzt Landkreis Würzburg; damals 300 Ew., davon etwa 100 Flüchtlinge aus Osteuropa mit ihren Kindern, http://www.museen.bistum-wuerzburg.de/tueckelhausen/ )  zurück.
„Lärminstrumente „Ratschen“: 
Quelle „Holzopa“  http://www.1-2-do.com/de/projekt/Osterratsche---die-macht-richtig-Laerm/bauanleitung-zum-selber-bauen/10678/
http://www.brauchwiki.de/Ratsche